Backnang: Türkei instrumentalisiert Brandkatastrophe

Wenn Menschen in ihrer Wohnung verbrennen/an Rauchvergiftung sterben, so ist das schlimm. Wenn fast eine ganze Großfamilie dabei umkommt, so mag die Trauer darüber besonders groß sein. Nicht in Ordnung ist es, wenn einige dabei ihr “Instrumentalisierungssüppchen” kochen, obwohl bisher keine Hinweise auf Straftaten, aber auf Fragen und Ungereimtheiten vorliegen.

Am Pranger steht der Vermieter. Er hat angeblich erforderliche Renovierungen unterlassen (Vorwurf der Bewohner). Der Vermieter ist im Ausland und kann sich nicht äußern …
Der Vater/Erzeuger der Kinder hat eine eigene Wohnung genommen. Wann und wegen welcher Umstände erfährt der Presseleser nicht; der Vater will sich anscheinend nicht äußern…
Das Jugendamt hingegen äußert sich, hatte angeblich guten Kontakt zu der 10köpfigen Teilfamilie. Hat das Jugendamt auch die Wohnverhältnisse geprüft?
Die Presse schwadroniert. Mal handelt es sich um Türken, mal um Bewohner mit türkischen Wurzeln. Was stimmt denn nun? Auf jeden Fall weiß die Presse, dass Backnang ein neonazimäßig betrachtet “heißes Pflaster” ist. Da liegen doch manche Vermutungen auf der Hand, auch wenn man nichts Taterhellendes weiß.
Der einzige, der anscheinend genau Bescheid weiß, ist die Türkei. Für sie steht Deutschland nach Solingen, Mölln und NSU sofort unter Generalverdacht. Und sofort wird das Trauergeschehen gelenkt und instrumentalisiert. Herr Bozdag, seines Zeichens Minister für die  Auslandstürken vereinnahmt die türkischstämmige Familie (Einmal Türke, immer Türke) und reist persönlich an. Im Gefolge der türkische Botschafter und ca. 20 Parlamentsabgeordnete aus Ankara. Die Särge werden mit Nationalflaggen drapiert: Das Fußende in schwarz-rot-gold, obenauf die türkische Flagge mit Halbmond und Stern. Als gälte es Helden, die ihr Leben im Kampf für’s Vaterland gelassen haben, heim ins Reich zu holen.
Da die “Helden” offensichtlich in Feindesland starben, muss auf türkischem Mutterboden zunächst einmal obduziert werden (dem deutschen Obduktionsergebnis “Tod durch Rauchvergiftung” ist offensichtlich nicht zu trauen).
Staatswirksam werden tags darauf die Särge unter riesiger Anteilnahme des Landes in der türkischen Muttererde versenkt. Ob sich die Toten in Deutschland so wenig wohl gefühlt haben sollten, dass sie hier nicht einmal begraben sein wollten, ist nicht überliefert. Aber wen interessiert so etwas? The nationality- show must go on.

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