Demografiebericht 2011: Bevölkerung schrumpft

„Die Gestaltung des demografischen Wandels ist eine der großen Zukunftsaufgaben“, sagte Friedrich laut einer Mitteilung in Berlin. „Wir sind gefordert, unser gesellschaftliches Fundament umzubauen.“ Der demografische Wandel sei aber auch eine Chance, das Land zu modernisieren.

Neben einem Rückgang der Einwohnerzahlen verschiebt sich auch die Altersstruktur. Da immer mehr Menschen immer älter sind, nimmt die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter ab. „Im Jahr 2060 wird jeder Dritte mindestens 65 Jahre alt sein“, teilte das Bundesinnenministerium mit.

Dem Bericht zufolge muss Sachsen-Anhalt mit dem größten Bevölkerungsschwund rechnen. Hier sinkt die Einwohnerzahl voraussichtlich um 42 Prozent. (Quelle)

Dazu einzelne Fakten:

Bis ins Jahr 2030 wird die Zahl der Menschen im erwwerbsfähigen Alter um 6,3 Millionen sinken. Selbst bei einem starken Ansteigen der Zuwanderung und trotz der Erhöhung des Renteneintritts auf 67 Jahre wird dieser Trend nicht zu stoppen sein.

Während heute ca. 20 % der Bevölkerung älter als 65 Jahre ist, so wird der Prozentsatz bis 2060 auf etwa 33 % steigen.

Die Lebenserwartung eines Neugeborenen steigt jedes Jahr um drei Monate. Das bedeutet, dass in 20 Jahren – so sich der Trend fortsetzen würde – sich die Lebenserwartung eines Neubürgers gegenüber heute um fünf Jahre erhöhen würde.

Die Bevölkerungsrückgänge vollziehen sich weitgehend im ländlichen Raum, während die Großstädte glimpflich davonkommen. Es ist wie schon nach dem 30jährigen Krieg mit aufgegebenen Siedlungen zu rechnen. Probleme entstehen bei der Versorgung der verbliebenen Landbevölkerung und der Renaturierung aufgegebener Siedlungen.

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