Mehr Einwohner mit ausländischer Staatsangehörigkeit

Das Statistische Bundesamt meldet:
Deutlicher Anstieg der Zuwanderer
im Jahre 2011 (Quelle)

Bedingt durch die relativ gute wirtschaftliche Lage Deutschlands  kommen so viele Einwanderer wie seit 15 Jahren nicht. Zuwanderung gestaltet  sich dabei als bunter Strauß verschiedener Herkunftsnationen. Zwei Besonderheiten: Erstens: Die weitaus meisten Zuwanderer kommen aus Polen, Rumänien, Bulgarien und Ungarn.
Zweitens: Bei Türken überwiegt die Abwanderung. Vernünftig ist dies insofern, als Türken die mit Abstand größte Zuwanderergruppe darstellen und diese Gruppe zu segregativen Erscheinungsformen neigt. Leider verlieren wir an die Türkei gut ausgebildete Arbeitskräfte, während der Familiennachzug aus der Türkei eher aus bildungsfernen anatolischen Gefilden erfolgt. Außerdem sinkt die Zahl der in Deutschland lebenden Türken durch Sterbefälle und Einbürgerungen ((26000 in 2011). Letztere Gruppe sind aber häufig nur Passdeutsche, die soziologisch weiterhin der türkischen Community zuzurechnen sind.

Die Zahlen im Einzelnen

Staatsangehörigkeit Veränderung
2011 gegenüber 2010
Zum Vergleich:
Veränderung
2010 gegenüber 2009
Anzahl in %
INSGESAMT 177 275 2,6 58 845
EU-Mitgliedsstaaten 155 860 6,4 75 422
Neue Mitgliedsländer 2004
(Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn sowie Malta, Zypern)
79 082 12,9 35 901
Polen 49 046 11,7 20 922
Ungarn 13 868 20,1 7 475
Slowakei 3 945 15,0 1 366
Neue Mitgliedsländer 2007
(Bulgarien, Rumänien)
51 706 25,7 34 571
Rumänien 32 686 25,8 21 556
Bulgarien 19 020 25,4 13 015
Von Euro-Krise betroffene Länder
(Griechenland, Italien, Portugal, Spanien)
16 726 1,7 41
Griechenland 6 999 2,5 – 1 378
Spanien 4 792 4,5 1 399
Italien 2 613 0,5 72
Nicht-EU-Staaten 21 415 0,5 – 16 577
Türkei – 22 319 – 1,4 – 28 603
Vereinigte Staaten 3 911 4,0 – 620
Kroatien 2 815 1,3 – 1 023
Bosnien-Herzegowina 1 026 0,7 – 2 121
Afghanistan 5 258 10,2 2 553
China 5 104 6,3
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