Islamismus in Deutschland und deutscher Rechtsextremismus

Kaum hat Innenminister Friedrich Ergebnisse der von drei Universitäten erstellten Studie über die religiös-ideologische Einstellung von immerhin  706 befragten Muslimen  zwischen 14 und 32  Jahren veröffentlicht, da bricht die übliche Reaktion  der “political correctnes”l hervor. Statt erst eimal die unerfreulichen Ergebnisse des hohen Radikalisierungsgrades dieser Gruppe zur Kenntnis zu nehmen und “sacken zu lassen”, bricht der Proteststurm der Verdränger und Verniedlicher los:

Die Studie  sei nicht repräsentativ (Maria Böhmer, CDU) (Welche Erkenntnis,… steht wahrscheinlich schon im Vorwort)  und  komme ein Jahr nach der Sarrazin-Debatte zur Unzeit. (Wann ist die richtige Zeit für schlechte Nachrichten?)
Der Minister sei mehr an “populistischen Schlagzeilen” als an einem “seriösen Umgang mit den Studienergebnissen” interessiert (Aydan Özoguz, SPD) (Welches Ergebnis wäre denn für Ozoguz “seriös”, was wenn die Studie solche “Seriositäten” nicht hergibt?)
Außerdem sei es “befremdlich”, dass nun schon zum dritten Mal  der Fokus auf dieses Thema gelegt werde (Özoguz). (Statt durch Vergleiche mit früheren Studien vielleicht tiefere Einsichten zu gewinnen, guckt diese Politikerin offensichtlich lieber weg …)
“Wir sollten die Vorurteile … und althergebrachte Reflexe endlich hinter uns lassen” (Leutheusser-Schnarrenberger, FDP)  (Wann werden für die Ministerin aus Vorurteilen Urteile? Ist nicht die Reaktion der Ministerin mindestens ebenso reflexartig?)
Die Studie sei nur “ein Ablenkungsmanöver von der aktuellen Debatte über Rassismus” (Kenan Kolat, Türkische Gemeinde) (Ha, wir lassen uns doch unser ergiebiges Rassismus-Thema nicht wegnehmen, gell?)
Die Studie betone  “fälschlicherweise kulturelle Wurzeln als Ursache der Probleme” weiß die “Süddeutsche” die Grünen zu zitieren. (Wollen uns diese etwa glauben machen, der Islamismus sei gar kein kulturelles, sondern “nur” ein soziales Problem? Ist das Problem dann weniger evident?) “Es gehe Friedrich um “Stimmungsmache durch die Hintertür” (Cem Özdemir, Grüne) (Hat da Özdemir Angst um die Akzeptanz seines “Inklusionsmodells”, welches er uns doch jüngst durch die Vordertür geliefert hatte? In der Tat, wenn nach seinem Modell jeder hier Geborene inkludiert wird, “wie er ist”, hat Özdemir vielleicht selbst ein bisschen Schiss vor zigtausenden islam-radikaler Mitbürger? Wenn es so wäre, darf es allerdings nicht gesagt werden …)
Für die Linke ist das ganze ein “Festhalten am rechtspopulistischen Popanz” also einer unwirklichen Schreckgestalt. (Na fein, mit Unwirklichkeiten muss man sich ja nun wirklich nicht befassen, dann doch lieber mit linken Weltverbesserungsthemen …)

Kurz gesagt, es gibt über die parteipolitische Landschaft bis hin zur links-libertinären Presse eine große Koalition von Verniedlichern und Verdrängern dieser  brisanten Thematik.

Während also  das brisante Thema der segregativen Gesellschaft geleugnet oder verniedlicht wird, hat das Kolatsche Lieblingsthema des “rechtsradikalen Rassismus” weiterhin Konjunktur und omnipräsente mediale Aufmerksamkeit.  Betonen möchte ich, dass ich nicht zu den Verniedlicherern des Rechtsextremismus zähle. Zu beobachten  ist allerdings eine gewisse Schieflage im Denken und in der Berichterstattung.  Betrachten wir einmal die Größenordnungen: Nach diversen Berichten ist mit einigen Tausend rechtsradikalen ethnisch-deutschen Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu rechnen. Richtig ist, dass jeder Einzelne davon, der sich damit außerhalb des Wertekanons unseres Grundgesetzes stellt, einer zuviel ist, richtig ist aber auch, dass die Zahl der – ebenso außerhalb des Grundgesetzen stehenden – radikal-islamischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen absolut und erst recht prozentual gesehen um ein Mehrfaches höher  ist. Dies stellt kein Gegenrechnen dar, weil man die Probleme zusammen betrachten muß, zumal diese Gruppen sich in ihrer gegenseitigen Abneigung bestärken und verstärken. Gelingt es nicht,  beide Seiten zu zähmen, wird über blutige Auseinandersetzungen zukünftig noch häufiger zu berichten sein. Bei Zunahme radikal-islamischer Ansichten  und Zunahme nationalistisch-türkischer Bestrebungen (“Graue Wölfe”) ist leider längerfristig mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen zu rechnen. Weggucken hilft da nicht …

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