Yücel hetzt in der taz “Super, Deutschland schafft sich ab”

Hetzartikel in der taz vom 04.08.11

Leseprobe

Alte Menschen, weniger Geburten
Super, Deutschland schafft sich ab!

Kolumne von DENIZ YÜCEL, taz vom 04.08.11

Halbe Sachen waren nie deutsche Sachen: So wie Vollkornbrot. Oder der totale Krieg.
Endlich! Super! Wunderbar! Was im vergangenen Jahr noch als Gerücht die Runde machte, ist nun wissenschaftlich (so mit Zahlen und Daten) und amtlich (so mit Stempel und Siegel) erwiesen: Deutschland schafft sich ab!

Nur 16,5 Prozent der 81 Millionen Deutschen, so hat das Statistische Bundesamt ermittelt, sind unter 18 Jahre alt, nirgends in Europa ist der Anteil der Minderjährigen derart niedrig. Auf je 1.000 Einwohner kommen nur noch 8,3 Geburten – auch das der geringste Wert in Europa.

Besonders erfreulich: Die Einwanderer, die jahrelang die Geburtenziffern künstlich hochgehalten haben, verweigern sich nicht länger der Integration und leisten ihren (freilich noch steigerungsfähigen) Beitrag zum Deutschensterben.
Volkssportarten Jammern und Ausländerklatschen

Noch erfreulicher: Die Ossis schaffen sich als Erste ab. Während im Westen die Zahl der Minderjährigen in den vergangenen zehn Jahren um 10 Prozent gesunken ist, ging sie im Osten um 29 Prozent zurück. Die Sandys, Mandys und Jacquelines pfeifen auf das neue deutsche Mutterkreuz (“Elterngeld”) und tragen nach Kräften dazu bei, dass den ostdeutschen Volkssportarten Jammern, Opfersein und Ausländerklatschen in absehbarer Zeit der Nachwuchs ausgehen wird.

Woran Sir Arthur Harris, Henry Morgenthau und Ilja Ehrenburg gescheitert sind, wovon George Grosz, Marlene Dietrich und Hans Krankl geträumt haben, übernehmen die Deutschen nun also selbst, weshalb man sich auch darauf verlassen kann, dass es wirklich passiert. Denn halbe Sachen waren nie deutsche Sachen (“totaler Krieg”, “Vollkornbrot”); wegen ihrer Gründlichkeit werden die Deutschen in aller Welt ein wenig bewundert und noch mehr gefürchtet.

Nun ist schon so manches Volk ohne das gewalttätige Zutun anderer von der Bühne der Geschichte abgetreten: Die Etrusker wurden zu Bürgern Roms, die Hethiter gingen im anatolischen Völkergemisch auf, die Skythen verschwanden irgendwo in den Weiten der Steppe. (zum vollständigen Artikel)

Interessant ist die Reaktion der taz-Leser. Etwa eine Hälfte findet den Artikel super, weil sie Deutschland ebenso hassen wie Yücel oder glauben, Yücel halte den Deutschen lediglich einen satirischen Spiegel vor die Nase.

Die andere Hälfte glaubt, dass er den Text ernst meine. Dieser Sichtweise möchte ich mich hier anschließen, weil der Artikel ansonsten handwerklich miserabel wäre, was man Herrn Y. einem studierten Politologen und erfahrenen Journalisten nicht unterstellen sollte.

Hierzu noch einige Meinungsfundstücke:

Der Autor Denz Yücel beschimpft die deutsche Bevölkerung, macht sie böswillig verächtlich und verleumdet sie, indem er Einzelerscheinungen pauschalisiert und damit allen Deutschen als Negativmerkmal anhaftet.

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Wird “Volksverhetzung” eigentlich auch dann als solche erkannt, wenn sie sich nicht gegen eine der allgemein bekannten Zielgruppen richtet oder von den sonst üblichen Tätern aus dem rechten Spektrum kommt, sondern sich gegen Gruppen richtet, die nicht als “schutzwürdig” angesehen werden, da sie gesellschaftlich integriert sind, und von Menschen kommt, die nicht dem “rechten Spektrum” angehören, aber ähnliche Methoden anwenden? Ist das dann auch “Volksverhetzung”?
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Herr Sven Deniz Yücel, der ja offensichtlich seinen ersten Vornamen bereits abgelegt hat, meint wohl er könne bittere Satiren schreiben. Leider ist es ihm nicht gut gelungen, herausgekommen ist, was offensichtlich in ihm frisst, ein grenzenloser Hass auf alles Deutsche, sonst würde er beklagenswerte Erscheinungen nicht derart bejubeln. Leider hat er bei der Aufzählung häßlicher Blüten der deutschen Gegenwart etwas vergessen: sich selbst!
P.S.
taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren. Gelten diese Regeln auch für eigene redaktionelle Beiträge?
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Difficile est satiram non scribere, sagten die alten Lateiner, was soviel meinte wie die zu beobachteten Lebenszustände seien so verrückt besonders, dass man sie einfach mit dem rhetorischen Stilmittel der Satire beschreiben müsste. Doch  jemand, der Politik studiert hat, müsste wissen, dass bei einer Satire der Mangel an Ernsthaftigkeit durch die Zeilen schimmern müsste.
Dies ist bei den yücelschen Ergüssen leider überhaupt nicht der Fall. Falls das also eine Satire werden sollte, so kann man nur sagen: “Setzen 6″ Also auf lateinisch: Difficile satiram scribere …
Was ist es denn dann? Es ist ein grob beleidigendes schmähendes Zerrbild von Deutschen und Deutschland, in dem ohne jede Differenzierung alle und alles schlecht gemacht wird und für Deutschland ungünstige Entwicklungen noch bejubelt werden. Da der Artikel von einer Person türkischer Herkunft geschrieben wurde (die formelle Staatsangehörigkeit ist hier nicht wichtig), ist er geeignet, Gräben zwischen Türken und Deutschen zu eröffnen oder zu vertiefen. Yücel schreibt in der hässlichen Rhetorik eines türkischen Nationalisten und beweist damit, dass nicht nur Mehrheiten gegen Minderheiten hetzen, sondern auch umgekehrt. Er erfüllt in der gewählten krassen Rhetorik damit den Tatbestand der Volksverhetzung
Die taz, die von Leserzuschriften erwartet, dass sie ohne beleidigenden Rassismus und Nationalismus  auskommen,überlässt hier einem üblen Hetzer -wahrscheinlich aus niederen, kapitalistischen Beweggründen – das Feld. Eine seriöse Zeitung würde einen solchen Spuk beenden.
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3 Responses to Yücel hetzt in der taz “Super, Deutschland schafft sich ab”

  1. Rene says:

    Habe ein paar tolle Denkanstoesse bekommen. Warte auf weitere Posts zum Thema.

  2. Gouvernator says:

    Nach allen Lehren ist dieser Artikel keine Satire (Bei ihr würde durchschimmern, dass er es so nicht wirklich meint.)
    Doch dieser Hetzartikel ist bitterernst und in übler Weise verhetzend. Der ethnische Türke hetzt damit als Angehöriger einer kleineren Volksgruppe gegen die Deutschen. Also gibt es offensichtlich den Tatbestand der Volksverhetzung auch in solcher Variante. Schriebe er auf Seiten nationalistischer Türken (“Heute gehört uns Europa und morgen …”) so würde es mich nicht wundern.
    Wer eine solche Schreibe als vermeintlich satirisch rechtfertigen möchte, sollte Folgendes bedenken: Dann fallen jegliche Schranken. Ich kann dann Jedermann, auch Volksgruppen, denen schon früher übel mitgespielt wurde, in heftigster Weise beschimpfen und anschließend nur behaupten, es sei Satire oder Sarkasmus gewesen.

  3. Für mich stellt sich bei einem solchen Artikel nur eine Frage, wo hört die Meinungsfreiheit auf und wo beginnt die Beleidigung.
    Es ist weit gekommen, was in diesem Land unter dem Deckmantel der Satire schon entstanden ist. Das steht in der reißerischen Art der Bildzeitung nahe, jedoch mit einem für sich proklmmierten Anspruch, der keineswegs vorhanden ist.
    Yücels komplettes Werk bis dato lässt auf ein rassisstisches Weltbild seinerselbst schließen, das besonders in seiner mangelden Selbstreflektion zur schau kommt, man siehe hierfür den tazlab Eklat oder den Fall Sarrazin, mit einer hahnebüchenen “Entschuldigung”, die wiederum sein Gedankenbild zeigt indem er seine Texte bis ins weiteste selbst fehlinterpretiert.

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