Europäische Identität bewahren ist kein Anti-Islamismus

Nach dem schrecklichen Massaker von Norwegen sucht die Presse nach Erklärungen.

Schnell hat man auch eine Antwort gefunden: Es sei der verbreitete Anti-Islamismus, der zu solch furchtbaren Folgen führe.

Die “FAZ- online” vom 26.07.11 meldet dazu:

Der Islam werde, so der Verfassungsschutz in seinem Jahresbericht, zum Feindbild stigmatisiert, indem Islam und islamistische Terrorgefahr gleichgesetzt sowie soziale Probleme und gesellschaftliche Missstände in Europa einseitig auf das Verhalten vermeintlich nicht integrierbarer Muslime reduziert würden.

Sicher gibt es Europäer, die Islam und Islamismus gleichsetzen, sicher gibt es Leute,
die Muslime für nicht integrierbar halten. Sicher mag auch der Mörder von Oslo einige wenige Anhänger haben.

Dennoch gilt: Es ist falsch und polemisch, alle diejenigen zu stigmatisieren und in die rechte Ecke zu stellen, die ein weiteres Ausbreiten des Islam in Europa mit Sorge betrachten. Auch demokratisch gesonnene Bürger haben das Recht, die weitere Ausbreitung islamischer Zuwanderer zu kritisieren, auch demokratische Bürger haben das Recht, von der Politik Maßnahmen in dieser Frage einzufordern.

Wenn die hergebrachten Parteien jedoch die Probleme herunterspielen, müssen sie sich nicht wundern, wenn sich die Bürger nach politischen Alternativen umsehen. Es ist das Versagen grüner, sozialdemokratischer, liberaler und christlicher Parteien, die neuen Parteien Zulauf bescheren müsste. Diese dann sofort als “rechtspopulistisch” abzuqualifizieren  oder reflexhaft als nationalistisch einzustufen, ist zu leicht gegriffen.

Demokraten dieses Landes haben einen Anspruch darauf, dass sich auch die hergebrachten Parteien den Problemen stellen. Statt dessen – am Beispiel der SPD ist es gut zu erkennen – buhlen die “Volks”parteien sogar um die Wählergunst der Zuwanderer (Ausländerwahlrecht) oder versprechen ihnen eine doppelte Staatsangehörigkeit. Andererseits werden anders denkende Parteimitglieder (z.B. Sarrazin) mit Ausschluss bedroht. Weithin wird den Bürgern erzählt, dass die Aufnahme eines großen muslimischen Landes wie der Türkei in die EU zum Vorteil der Europäer sei, obwohl doch jedes Kind sich an den Fingern ausrechnen könnte, dass  – ggf. nach einer Übergangsfrist – zusätzliche Einwanderung in Höhe mehrerer Millionen droht.

Da man ja die Forderung nach Assimilation gar nicht mehr erhebt, würde das für Deutschland die Etablierung eines zweiten türkisch sprechenden Staatsvolkes bedeuten. Deutschland würde sich in wenigen Jahren so verändern, dass nicht mehr viel vom alten Land erkennbar bliebe.

Bürger, die das nicht wollen, haben ein Recht auf Gehör und Hilfe. Wenn die etablierten Parteien nichts tun, sollten sie sich nicht wundern, wenn die Probleme sich neue Lösungen suchen.

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2 Responses to Europäische Identität bewahren ist kein Anti-Islamismus

  1. advocatus patriae says:

    Wäre die Tat von Anders Breivik nicht so entsetzlich, wäre es schon humorig zu beobachten, wie nun, nachdem jahrelang feinsinnig zur Differenzierung zwischen Islam und Islamismus aufgerufen wurde, alles, was rechts der Christdemokraten steht, in einen Topf geworfen wird: Ob politisch inkorrekter, islamikritischer Blog, gewaltbereite NS-Kameradschafter-Szene oder von breiten bürgerlichen Schichten getragene, nationalliberale Partei mit jahrelanger Regierungserfahrung in einem europäischen Nachbarland wie die FPÖ – nach Anders Breivik wird alles über einen Kamm geschoren. Differenzierung Fehlanzeige. Wer aber mit den Verfassungsschutzberichten argumentiert, sollte zur Kenntnis nehmen, daß diese gut dokumentieren, daß islamistische Organisationen wie z.B. Milli Görüs und Graue Wölfe in Deutschland mehrere zehntausend Mitglieder haben und finanziell gut ausgestattet sind; wer “soziale Probleme” als Rechtfertigung für Radikalisiserung bei Muslimen anführt, sollte dies auch für perspektivlose ostdeutsche Jugendliche gelten lassen, die sich der NPD zuwenden.

  2. Pingback: presseforum

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