Existierte Mohammed überhaupt?

Daniel
Pipes

Enttarnung des frühen Islam

von Daniel Pipes
National Review Online
16. Mai 2012

http://de.danielpipes.org/11284/enttarnung-fruehen-islam

Englischer Originaltext: Uncovering Early Islam
Übersetzung: H. Eiteneier

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Das Jahr 1880 erlebte die Veröffentlichung eines Buchs, das als wichtigste jemals geschriebene Einzelstudie zum Islam gilt. Es wurde einem jungen jüdisch-ungarischen Forscher namens Ignaz Goldziher und mit dem etwas unscheinbaren Titel Mohammedanische Studien auf Deutsch geschrieben; darin heißt es, dass den Hadithen, dem riesigen Korpus an dem islamischen Propheten Mohammed zugeschriebenen Aussprüchen und Taten historische Echtheit fehlt. Statt verlässliche Einzelheiten über Mohammeds Leben zu liefern, wies Goldziher nach, kamen die Hadithe zwei oder drei Jahrhunderte später in Diskussionen über das Wesen des Islam auf.

(Das ist so, als würden die heutigen Amerikaner über den heiß umstrittenen Zweiten Verfassungszusatz zum Recht Waffen zu tragen diskutierten, indem sie behaupten mündliche Überlieferungen entdeckt zu haben, die auf George Washington und Thomas Jefferson zurückgehen. Offensichtlich würden diese Zitate uns nicht über vor 225 Jahren Gesagtes in Kenntnis setzen, sondern über heutige Ansichten.)

Ein Portrait von Ignaz Goldziher.

Seid Goldzihers Tagen haben Forscher diesen Ansatz aktiv verfolgt und eine vollständige Darstellung der frühen islamischen Geschichte vertieft und entwickelt – eine, die fast jedes Detail des Lebens Mohammeds, wie es herkömmlich nachvollzogen wird, anficht: 570 n.Chr. geboren, 610 die erste Offenbarung, 622 Flucht nach Medina, gestorben 632. Doch diese revisionistische Geschichte ist praktisch ein Geheimnis der Spezialisten geblieben. Zum Beispiel schrieben Patricia Crone und Michael Cook, Autoren der Übersicht Hagarism (Cambridge University Press 1977) bewusst blumig und versteckten die Botschaft damit.

Der Buchdeckel von Hagarism.

Jetzt haben aber zwei Forscher unabhängig von einander diese Geheimnistuerei beendet: Tom Holland mit In the Shadow of the Sword (Im Schatten des Schwertes) und Robert Spencer mit Did Muhammad Exist? (Gab es Mohammed überhaupt?). Wie ihre Titel nahe legen, ist Spencer der unerschrockenere Autor, also konzentriere ich mich hier auf ihn.Seine gut geschriebene, nüchterne und klare Schilderung beginnt er mit der Darstellung der Ungereimtheiten und Rätsel der herkömmlichen Schilderungen zu Mohammeds Leben, dem Koran und dem frühen Islam. Ein Beispiel: Während der Koran darauf besteht, dass Mohammed keine Wunder wirkte, schreiben ihm die Hadithe wundertätige Kräfte zu – Vermehrung von Essen, Heilung Verletzter, dass er Wasser aus dem Boden und dem Himmel zog und sogar Blitze aus seiner Spitzhacke schickte. Was denn nun? Die Hadithe geben an, dass Makka eine Handelsstadt war, doch die historischen Belege offenbaren, dass dies nicht zutrifft.

Die christlichen Eigenschaften des frühen Islam sind nicht weniger merkwürdig, inbesondere “Spuren eines christlichen Textes, der dem Koran zugrunde liegt”. Richtig verstanden verdeutlichen diese Spuren ansonsten unverständliche Abschnitte. Herkömmlich gelesen hört Maria in Sure 19,24 unsinnigerweise, während sie Jesus gebiert: “Sei nicht traurig. Dein Herr hat dir ein Bächlein fließen lassen.” Revisionisten überführen dies in das Sinn machende (und christlich fromme): “Sei nicht traurig, dein Herr hat deine Entbindung legitim gemacht.” Rätselhafte Verse zur “Nacht der Macht”, die an Mohammeds erste Offenbarung erinnern, machen Sinn, wenn sie als Beschreibung von Weihnachten verstanden werden. Sure 97 des Koran lädt die Leser erstaunlicherweise zu einem Abendmahl ein.

Der Buchdeckeln von Did Muhammad Exist?

Auf dieser christlichen Grundlage aufbauend postulieren die Revisionisten eine radikal neue Schilderung des frühen Islam. Aus der Feststellung, dass Münzen und Inschriften aus dem siebten Jahrhundert weder Mohammed, noch den Koran, noch den Islam erwähnen, schließen sie, dass die neue Religion nicht bis etwa 70 Jahre nach Mohammeds angenommenem Tod aufkam. Spencer stellt fest: “Das erste Jahrzehnt der arabischen Eroberungen zeigt, dass die Eroberer nicht am Islam festhalten, sondern an einem vagen Bekenntnis [dem Hagarismus, der sich auf Abraham und Ismael fokussiert] mit Verbindungen zu einer Art Christentum und Judentum.” Sehr kurz gesagt: “Der Mohammed der islamischen Tradition existierte nicht; oder er war, wenn er denn existierte, erheblich anders als ihn die Tradition dargestellt” – nämlich ein antitrinitarisch-christlichen Rebellenführer in Arabien. Continue reading

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Türkei: “Eklatant schlechte Menschenrechtslage”

Elf Jahre Haft lautet das Urteil für Cihan Kirmizigül. Sein Vergehen: Er trug ein Palästinensertuch und wurde für einen Terrorverdächtigen gehalten. Sein Schicksal ist kein Einzelfall. Weit mehr als 600 Studenten sollen derzeit in türkischen Gefängnissen sitzen. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) kritisiert derweil, dass es bei der “eklatant schlechten Menschenrechtslage” keine wesentlichen Vorschritte gäbe. Ein EU-Beitritt der Türkei ist ihres Erachtens derzeit keine Option. (Quelle: |  13.05.12, 16:26)

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Aufenthaltsrecht für Türken mit Minijob

Türkische Arbeitnehmer haben auch dann ein Aufenthaltsrecht in Deutschland, wenn sie nur fünfeinhalb bis zehn Stunden in der Woche arbeiten und deshalb zeitweise Sozialhilfe beziehen. Dies entschied das Bundesverwaltungsgericht in einem am Donnerstag in Leipzig verkündeten Urteil. Zur Begründung verwies das Gericht auf eine entsprechende Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) und auf das Assoziierungsabkommen zwischen der Türkei und der EU. (Quelle)

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Schluss mit Schengen: Paris und Berlin wollen mehr Grenzkontrollen

Berlin. Der Dauerstreit um das Schengen-Abkommen nimmt kurz vor einem Treffen der EU-Innenminister in der kommenden Woche an Schärfe zu. Medienberichten zufolge wollen Deutschland und Frankreich aus Angst vor illegaler Einwanderung wieder nationale Landesgrenzen kontrollieren lassen, falls die europäischen Außengrenzen im Süden und Osten nicht ausreichend gesichert werden. (Quelle)

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Pipes fordert: Keine Scharia in der Schweiz

“Die Schweiz sollte Scharia-Recht zurückweisen”
Interview mit dem Historiker Dr. Daniel Pipes

von Dominik Lusser
Zukunft CH
März 2012

http://de.danielpipes.org/11074/schweiz-scharia-recht-zurueckweisen

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Am 7. März 2012 sprach der bekannte amerikanische Publizist und Historiker Daniel Pipes in Bern zum Thema “Religiöse Minderheiten in einem zunehmend intoleranten Nahen Osten” im Rahmen einer Veranstaltungsreihe der Menschenrechtsorganisation “Christian Solidarity International”. Als Gründer und Direktor der Denkfabrik Middle East Forum engagiert sich Pipes für die amerikanischen Interessen sowie die Bekämpfung des Radikalismus im Nahen Osten. Dominik Lusser von Zukunft CH nutzte den Aufenthalt des Islamkenners jüdischer Abstammung in der Schweiz zu einem kurzen Gespräch.

Zukunft CH: Die Lage der Minderheiten in Ägypten oder anderen islamischen Ländern hat sich nach dem “Arabischen Frühling” nicht verbessert – im Gegenteil. Was könnten oder sollten die europäischen Regierungen dagegen tun?

Pipes: Diese Frage ist schwer zu beantworten. Einerseits weil ausländische Regierungen inklusive der europäischen nur beschränke Mittel zur Verfügung haben, anderseits weil die Verbesserung der Menschenrechte nicht das einzige Ziel der Aussenpolitik sein kann. Von daher bevorzuge ich eine Politik, welche die Rechte religiöser oder anderer Minderheiten nicht bloss darum in die Aussenpolitik aufnimmt, weil sie darin eine moralische Verpflichtung sieht, sondern weil Regimes, die ihr eigenes Volk verfolgen, auch am häufigsten geneigt sind, sich in ausländische Abenteuer zu stürzen. Die Details einer solchen Politik müssten im Kontext der jeweiligen Situation ausgearbeitet werden.

Zukunft CH: Ist der Islam eine Gefahr für Europa?

Pipes: Viele der wachsenden muslimischen Bevölkerungsteile Europas streben danach, die historisch gewachsene europäische Zivilisation durch eine islamische Zivilisation zu ersetzen. Dies bedeutet einen fundamentalen und meiner Meinung nach grossen Rückschritt. Warum, nebenbei bemerkt, kommen so viele Muslime nach Europa und ziehen nicht Europäer in grosser Zahl in Länder mit muslimischer Mehrheit?

Zukunft CH: Immer wieder gibt es Forderungen bezüglich der Einführung der Scharia in europäischen Ländern. Sollte die Schweiz Scharia-Recht in ihre Gesetzgebung integrieren?

Pipes: Die Schweiz sollte Scharia-Recht zurückweisen, weil dieses einen Gesetzescodex darstellt, der dem existierenden fundamental widerspricht. Das erste Grundprinzip der Scharia zum Beispiel ist die Überordnung der Muslime über Nicht- Muslime.

Zukunft CH: Die Organisation der Islamischen Kooperation (OIC) hat im Dezember 2011 mit Einverständnis der Obama-Regierung in Washington eine Konferenz abgehalten. Eine nächste Konferenz soll schon bald in Brüssel stattfinden. Das Ziel der OIC ist es klar, ein Verbot von Islamkritik im internationalen Recht zu verankern. Warum stehen die Regierungen Europas und der USA nicht entschiedener für die Meinungsfreiheit ein?

Pipes: Ich nehme einen Mix verschiedener Motive wahr: 1. Der Wunsch, den Saudis zu gefallen. 2. Eine Sympathie für Muslime. 3. Die Bemühung, die Integration der Muslime in den westlichen Ländern zu fördern. 4. Das Vertrauen, dass der bestehende Schutz der Redefreiheit ausreichen würde.

Zukunft CH: Wie stehen Sie zur einer möglichen Mitgliedschaft der Türkei in der EU?

Pipes: Die türkische Mitgliedschaft in der EU ist eigentlich nahezu unmöglich, besonders weil die derzeitige Führung in Ankara das Land in eine Richtung bewegt, die es von Europa entfernt. Ich begrüsse dies, da ich einen türkischen Anschluss als schädlich betrachte.

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Salafisten contra Grundgesetz

Salafistische Islamisten versuchen seit Tagen, mit Korangeschenken in deutscher Sprache in den Innenstädten zu missionieren. Man könnte die Sache als harmlos abtun, wäre da nicht die Tatsache, dass gerade aus diesen Salafistenkreisen sich Terroristen und Selbstmordattentäter rekrutieren. Besonders scheinen hier Konvertiten gefährdet.

Wie verträgt sich das Ganze mit unserer Verfassung? Schon bei Ausübung eines gemäßigten Islam, wie z.B. von den türkischen Staats-Ditib-Moscheen gepredigt, bestehen rechtliche Zweifel, weil selbst dort gegen die Gleichberechtigung der Frau und das Recht, den Islam zu verlassen, gepredigt wird. Bei den Salafisten hingegen, die unsere freiheitlich-demokratische und laizistische Grundordnung ablehnen, bestehen an der Verfassungswidrigkeit keine Zweifel.
Dass ausgerechnet diese Kreise sich im Schutze der grundgesetzlich garantierten ungestörten Religionsausübung daran machen, unsere westliche Zivilisation mit ihren mühsam errungenen Bürgerfreiheiten zu bekämpfen, ist nicht hinzunehmen. Diese Verfassungsfeinde sollten, soweit es möglich ist, abgeschoben werden.

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